Historie

Restbestand: Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Zuckerfabrik in der Neubrandenburger Straße ihren Betrieb auf. Sie galt bis zum Zweiten Weltkrieg als wichtiger Faktor für Rostocks Wirtschaft. Zu DDR-Zeiten wurden in den etwa 25 Gebäuden chemische und pharmazeutische Erzeugnisse produziert, was den Boden nachhaltig verseuchte. Nach der Wende wurden daher 23 Bauten abgerissen. In den zwei verbliebenen befinden sich seit 2006 Probe- und Veranstaltungsräume.

Aktuelles

Die Alte Zuckerfabrik kämpft weiter für den Erhalt eines einmaligen Kulturstandortes!

Die Alte Zuckerfabrik wendet sich nun direkt an die Abgeordneten der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock um den Erhalt des Kulturstandortes sicher zu stellen. Es gibt nunmehr einen fraktionsübergreifenden Antrag zum Erhalt des Kulturstandortes „Alte Zuckerfabrik“ über den bei der nächsten Bürgerschaftssitzung am 29.01.2014 ein Beschluss gefasst wird. Bezugnehmend auf die kulturpolitischen Leitlinien*, welche die „Grundorientierung für kulturpolitisches Handeln und für politische Entscheidungen in der Hansestadt Rostock“ bilden sollen, zu der sich die Bürgerschaft gerade erst 2012 bekannt hat, fordern wir, dass diese jetzt auch Anwendung finden. Wir hoffen daher auf eine breite Mehrheit zur Befürwortung dieses Antrages.

Des weiteren ist dank einer planungsrechtlichen Auskunft mittlerweile klar, dass sich die vorhandene Bebauung als Gemengelage darstellt, wobei sich die Alte Zuckerfabrik in dem Bereich von Kassebohm-Kiesgrube befindet, welche flächenmäßig überwiegend gewerblich genutzt wird.

Das Baugenehmigungsverfahren befindet sich noch in der abschließenden Prüfung. Konzerte dürfen nach vorheriger Anmeldung beim zuständigen Fachamt ausnahmsweise durchgeführt werden.

Seit der öffentlichen Übergabe unserer Unterschriftenliste wurden unsere Erwartungen hinsichtlich der Anzahl von Unterstützern bei weitem übertroffen. Mittlerweile zählt die Onlinepetition über 4.100 Unterzeichner. Wir wollen uns hiermit auch nochmal in aller Öffentlichkeit hierfür bedanken. Des Weiteren haben wir zu einem Gespräch mit den Anwohnern geladen, welches auf reges Interesse stieß. Leider konnten wir aber nicht alle Vorbehalte gegenüber unseren Veranstaltungen und deren Gäste konstruktiv lösen. Aber es bestand Einigkeit darüber, dass nicht die Lautstärke das ausschlaggebende Problem ist, sondern vielmehr die wilden Besucher und deren Müll. Wir haben den Anwohnern versichert, dass wir redlich bemüht sind alle Unannehmlichkeiten die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Alten Zuckerfabrik stehen, weitestgehend zu dezimieren. Das wurde positiv aufgenommen.

* Zitate aus den kulturpolitischen Leitlinien der Hansestadt Rostock:

„Rostocks Kulturlandschaft zeichnet sich durch die Breite der Angebote aus. Dabei spielen die Freien Kulturträger eine wesentliche Rolle, sie prägen das kulturelle Klima in einer Großstadt entscheidend und stellen den kulturellen Humus der Stadt dar. Sie stehen für Innovation und Kreativität, die es zu erhalten und zu fördern gilt.“

„Eine moderne Kulturentwicklung muss kulturellen Innovationen und neuen Kulturtechniken Raum geben. Die Rostocker Kulturpolitik hat daher für ihr urbanes Gemeinwesen Strategien zur Integration der sich verändernden Kulturformen in die Stadtkultur zu entwickeln.“

Pressestimmen

 
25.September.2013
 
 

19. September 2013

Die Alte Zuckerfabrik hat Ärger mit den Nachbarn. Denen war es wohl zu laut geworden im Umfeld des Veranstaltungsortes in der Neubrandenburger Straße. 

 

24. September 2013

Rostock | In der Neubrandenburger Straße tobt ein Kleinkrieg. Das Kulturzentrum Alte Zuckerfabrik sei zu laut und zu dreckig,…

 

17. Oktober 2013

Rostock | Die Diskussion um den Kulturstandort Alte Zuckerfabrik macht Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) jetzt zur Chefsache…

 

21. November 2012

Am Dienstag, den 20.11.2012 gegen 22:46 Uhr kam es während einer Musikveranstaltung in der Alten Zuckerfabrik in der Neubrandenburger Straße in Rostock…

18 september 2010

Beim internationalen Festival „Aufgetakelt“ in der Alten Zuckerfabrik können sich sowohl Männer als auch Frauen an diesem Wochenende der Kunst nähern…